Marburg

Kommunalpolitik in der Haushaltskrise – Wahl 2026, Koalitionsbildung und der Kassensturz

Am 15. März 2026 wählte Marburg ein neues Stadtparlament – und bekam eines der zersplittertsten seiner Geschichte: elf Parteien auf 59 Sitzen, keine klare Mehrheit. Die CDU wurde stärkste Kraft, stieg aber aus den Verhandlungen aus; seither formiert sich ein linkes Bündnis, für das sich in der Marburger Lokalpresse schnell die Bezeichnung „BUNT" etabliert hat. Über allem liegt eine Zahl, die sich nicht wegkoalieren lässt: ein strukturelles Defizit von 53 Millionen Euro pro Jahr ab 2027.

Dieses Dossier bündelt meine Analysen zur Marburger Kommunalpolitik: zur Koalitionsbildung nach der Wahl, zur Rolle des Magistrats, der bis 2028 unabhängig von jeder Mehrheit im Amt bleibt, und zur Haushaltskrise, die den eigentlichen Maßstab für jede Entscheidung setzt.

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